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    Die Daniel Barenboim Stiftung bildet die Dachorganisation für das West-Eastern Divan Orchestra und die Barenboim-Said Akademie mit dem Pierre Boulez Saal in Berlin. Zu den Hauptaktivitäten der Stiftung gehören das Management sämtlicher Belange im Zusammenhang mit den internationalen Tourneen des West-Eastern Divan Orchestra, verschiedene Musik- und Bildungsprojekte, größtenteils im Nahen Osten – darunter das Barenboim-Said Music Center in Ramallah – sowie individuelle Stipendienprogramme.

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    West-Eastern Divan Orchestra

    Seit mehr als 20 Jahren ist das West-Eastern Divan Orchestra eine feste Größe in der internationalen Musikwelt. 1999 riefen Daniel Barenboim und der zu früh verstorbene palästinensische Literaturwissenschaftler Edward W. Said ein Orchester ins Leben – mit dem Ziel, durch die Erfahrungen des gemeinsamen Musizierens und des Zusammenlebens den Dialog zwischen den verschiedenen Kulturen des Nahen Ostens zu ermöglichen. Sie benannten Orchester und Workshop nach Johann Wolfgang von Goethes Gedichtsammlung West-östlicher Divan, einem zentralen Werk für die Entwicklung des Begriffs der Weltkultur.

    Die ersten Arbeitsphasen fanden in Weimar und Chicago statt. Das Orchester besteht zu gleichen Teilen aus israelischen und arabischen Musikern sowie einigen spanischen, türkischen und iranischen Mitgliedern. Sie kommen jeden Sommer zu Probenphasen zusammen, die mit Vorträgen und Diskussionen erweitert werden, bevor das Orchester auf eine internationale Konzerttournee geht.

    Der einzige politische Aspekt der Arbeit des West-Eastern Divan Orchestra ist die Überzeugung, dass es keine militärische Lösung des Nahostkonfliktes geben kann und dass die Schicksale von Israelis und Palästinensern untrennbar miteinander verbunden sind. Musik gibt jeder einzelnen Person das Recht und die Verpflichtung, sich selbst vollständig auszudrücken und dabei auch dem Gegenüber Gehör zu schenken. Auf der Grundlage dieser Auffassung von Gleichheit, Zusammenarbeit und Gerechtigkeit stellt das Orchester ein alternatives Modell zur aktuellen Situation im Nahen Osten dar und beweist immer wieder, dass Musik Brücken bauen und Barrieren beseitigen kann, die zuvor als unüberwindbar galten.

    In den 21 Jahren seines Bestehens hat sich das West-Eastern Divan Orchestra zu einem international renommierten Ensemble entwickelt, das in den renommiertesten Konzertsälen und bei Festivals wie den Salzburger Festspielen, den BBC Proms, der Carnegie Hall und dem Teatro Colón in Buenos Aires zu Hause ist. Das Orchester ist gemeinsam mit international gefragten Solistinnen und Solisten aufgetreten, darunter Anne-Sophie Mutter, Yo-Yo Ma und Martha Argerich, die inzwischen zu Ehrenmitgliedern ernannt wurden.

    Darüber hinaus bleibt der Wunsch des Orchesters, in den Heimatländern der Mitglieder zu spielen, eines seiner wichtigsten Ziele. Auftritte in Rabat, Doha und Abu Dhabi sowie ein symbolträchtiges Konzert in Ramallah 2005 waren Schritte zur Umsetzung dieses Vorhabens. Weitere besonders wichtige Auftritte waren das Abschiedskonzert zu Ehren des damaligen UN-Generalsekretärs Kofi Annan in der UN-Generalversammlung New York im Jahr 2006 sowie ein Konzert an der Grenze zwischen Nord- und Südkorea im Jahr 2011.

    Der ehemalige UN-Generalsekretär Ban Ki-moon ernannte Daniel Barenboim im September 2007 zum UN-Friedensbotschafter und das West-Eastern Divan Orchestra im Februar 2016 zum UN-Botschafter für kulturelle Verständigung. Das Orchester ist in den Medien durch verschiedene internationale Fernsehübertragungen sowie eine Reihe hochgelobter CDs und DVDs vertreten, darunter auch preisgekrönte Dokumentarfilme.

    Die Arbeit des West-Eastern Divan Orchestra ebnete schließlich den Weg für die Gründung der Barenboim-Said Akademie und des ihr angegliederten Pierre Boulez Saals in Berlin. Der reguläre Lehrbetrieb für bis zu 90 Studierende begann im Herbst 2016 mit einem vierjährigen Bachelor-Studiengang, in dem Geisteswissenschaften und Musik als gemeinsam gelebte und reflektierte Praxis einen höheren Stellenwert einnehmen, als dies in der professionellen Musikausbildung üblich ist. Die Akademie ist dem pädagogischen Geist Edward W. Saids und Daniel Barenboims und ihrem gemeinsamen Versuch verpflichtet, ideologische Gräben zu überwinden.


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    Barenboim-Said Akademie, Berlin

    Seit 2015 studieren talentierte junge Musikerinnen und Musiker aus dem Nahen Osten, Nordafrika und anderen Ländern an der Barenboim-Said Akademie, einer innovativen staatlich anerkannten Hochschule für Musik und Geisteswissenschaften in Berlin.

    Im Herbst 2016 begann der reguläre Lehrbetrieb für bis zu 90 Studierende mit einem vierjährigen Bachelor-Studiengang, in dem Geisteswissenschaften und die Betonung von Musik als gemeinsam gelebter und reflektierter Praxis einen höheren Stellenwert einnehmen, als dies in der professionellen Musikausbildung üblich ist. Die Akademie ist dem pädagogischen Geist von Edward W. Said und Daniel Barenboim und ihrem gemeinsamen Versuch verpflichtet, ideologische Gräben zu überwinden. Kernidee der Barenboim-Said Akademie und des ihr angeschlossenen Pierre Boulez Saals ist ein Geist der Inklusion und Vielfalt: durch gemeinsames Musizieren und Zuhören lernen die Studierenden, mit offenem Verstand und offenem Herzen zu diskutieren und geleitet von einem kritischen Humanismus aufeinander zuzugehen.




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    Pierre Boulez Saal, Berlin

    Der von dem Architekten Frank Gehry und dem Akustiker Yasuhisa Toyota entworfene Pierre Boulez Saal wurde im März 2017 eröffnet. Er ist Teil der Barenboim-Said Akademie in Berlin und beheimatet im ehemaligen Magazingebäude der Staatsoper Unter den Linden. Als ellipsenförmiger, wandlungsfähiger Raum, in dem sich Klang und Architektur auf einzigartige Weise verbinden, bietet der Konzertsaal im Herzen der Hauptstadt fast unbegrenzte Möglichkeiten, Musik zu erleben – vom solistischen Auftritt über Kammermusik in allen ihren Facetten bis hin zu Orchesterkonzerten, von Barock, Klassik und Romantik über die klassische Moderne bis zu Uraufführungen. Unter dem Leitgedanken „Musik für das denkende Ohr“ steht das Programm ganz im Zeichen der unerschöpflichen künstlerischen Neugier des Namensgebers Pierre Boulez. Die Konzerte des von Daniel Barenboim ins Leben gerufenen Boulez Ensembles nehmen dabei einen besonderen Platz ein. Neben dem Kammermusikrepertoire des 18. bis 21. Jahrhunderts bilden außerdem Musik aus den Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas sowie Jazz wichtige Programmschwerpunkte.

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    Barenboim-Said Music Center, Ramallah

    Das Barenboim-Said Music Center in Palästina bildet junge Palästinenserinnen und Palästinenser durch eine Vielzahl von musikalischen Angeboten aus, mit dem Ziel, ihre künstlerischen Talente und ihre persönliche Entwicklung zu fördern. Durch die Bereitstellung einer musikalischen Ausbildung auf höchstem Niveau möchte das Barenboim-Said Music Center seinen Studenten die Möglichkeit geben, ihre Studien an höheren Musikausbildungsstätten im Ausland fortzusetzen. Qualifizierten Absolventen wird die Chance geboten, an der Barenboim-Said Akademie in Berlin weiter zu studieren.

    Als unabhängige palästinensische Einrichtung bietet das Barenboim-Said Music Center ein achtjähriges Unterrichtsprogramm an, das die Studierenden auf die Fortsetzung ihres professionellen Musikstudiums vorbereiten soll. Die am Music Center eingeschriebenen Studentinnen und Studenten erhalten anspruchsvollen Musikunterricht in den Bereichen Einzelinstrumente, Gesang, Musiktheorie, Kammermusik, Chor und Orchester. Das Zentrum bietet derzeit drei Zweige an: ein Konservatorium, ein Schul- und Kindergartenprogramm sowie eine Orchesterausbildung im Rahmen des Filasteen Young Musicians Orchestra (FYMO). Dieses Orchester besteht aus jungen Studentinnen und Studenten des Barenboim-Said Music Centers sowie palästinensischen Musikerinnen und Musikern aus der Region und der Diaspora.

    Das Barenboim-Said Music Center grenzt sich von anderen musikalischen Projekten in der Region insofern ab, als dass die persönliche Entwicklung junger Musiker, die auf der Förderung von interkulturellem Austausch sowie auf den Werten des Humanismus, der musikalischen Leistung und des gegenseitigen Respekts basiert, im Fokus steht. Das Barenboim-Said Music Center engagiert sich zudem für die Förderung junger Palästinenser und Palästinenserinnen, indem Auftritte in ganz Palästina ermöglicht werden. Dabei kooperiert das Zentrum mit verschiedenen Institutionen und Veranstaltern in der Region. Das FYMO trat bereits in ganz Palästina sowie in Spanien, Österreich, Jordanien und der Türkei auf.  

    Es zählt zu den Grundüberzeugungen des Barenboim-Said Music Centers, dass das Wesen einer guten Ausbildung humanistisch ist und dass musikalische Bestleistungen nur durch Disziplin, Ausdauer und Konzentration erreicht werden. Sich als aufstrebende junge Musikerin oder als aufstrebender junger Musiker am Barenboim-Said Music Center einzuschreiben bedeutet zu verstehen, dass die Möglichkeit, große Ziele zu erreichen, von der Hingabe und dem Engagement jeder und jedes Einzelnen abhängig ist.

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    Musikkindergarten Berlin

    Der Musikkindergarten Berlin wurde von Daniel Barenboim und Musikern der Staatskapelle Berlin initiiert. Zusätzlich zu einer fundierten, kreativen, ganzheitlichen, bunten und ästhetischen Grundausrichtung wird im Musikkindergarten Berlin ein besonderer Schwerpunkt auf die Vermittlung musischer Fähigkeiten gelegt. Hierunter fallen nicht nur erste Kontakte mit Musikinstrumenten, sondern auch die spielerische Schulung des Gehörs, des Rhythmusgefühls und der Motorik in Form von Bewegung und Tanz – insgesamt geht es also um ein umfassendes Aufwecken und Erfahren der eigenen Sinne. Elemente der musischen Vermittlung werden hierbei in allen abzudeckenden Bildungsbereichen wieder aufgegriffen und fließen als fester Bestandteil in den normalen Tagesablauf der Kinder ein. Unterstützt werden unsere fachlich speziell geschulten Erzieherinnen und Erzieher hierbei insbesondere durch regelmäßige Besuche von Daniel Barenboim und Mitgliedern der Staatskapelle Berlin und des Staatsopernchores, die als Berufsmusiker ihre Leidenschaft und ihr Können weitergeben.

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    Die Musikalische Schule

    Der Mensch ist ein musikalisches Wesen, seine Bildung kann deshalb nicht ohne Musik erfolgen. In der „Musikalischen Schule“  ist ein eigener Entwurf einer allgemeinbildenden Schule entstanden, an der jede Schülerin und jeder Schüler zusätzlich zum normalen Curriculum eine umfassende musikalische Ausbildung erhält, die Einzelunterricht an einem Musikinstrument, Ensemblespiel und die fächerübergreifende Auseinandersetzung mit Musik als zentralem Bestandteil der gesellschaftlichen Bildung umfasst. Tägliches Musizieren rhythmisiert den Schulalltag, schafft Ausgleich, macht Freude und motiviert. Vor allem jedoch werden alle Schülerinnen und Schüler an der Musikalischen Schule dadurch in ihrer geistigen, sozialen und emotionalen Entwicklung optimal gefördert. Sie üben gezielt Schlüsselkompetenzen wie aktives Zuhören, nonverbale Kommunikation, Interagieren in komplexen Zusammenhängen, Empathie, Impulskontrolle und das Erkennen von übergeordneten Prinzipien, und sie erleben die kulturelle Vielfalt als Reichtum und das globale Musikleben als verbindendes Element. Mit allen Mitteln, die dem Geflecht der verbundenen Partner Barenboim-Said Akademie, West-Eastern Divan Orchestra und Pierre Boulez Saal zur Verfügung stehen, wird die Schulgemeinschaft mit dem kulturellen Leben in der Stadt verbunden. Familien, Pädagoginnen und Pädagogen werden an den Besuch von Konzerten herangeführt, und professionelle Musikerinnen und Musiker stellen regelmäßig ihre Instrumente und die Werke, an der sie gerade arbeiten, in der Schule vor.

    Die Idee der Musikalischen Schule existiert als Pilotprojekt bereits seit 2018 an der 2004 gegründeten Berlin Cosmopolitan School. Als international ausgerichtete Schule, in der die musikalische Bildung von mehr als 820 Schülerinnen und Schülern mit 54 verschiedenen Nationalitäten zentral verankert ist, ist diese für die Daniel Barenboim Stiftung zu einem wichtigen Partner geworden.

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